Wortklau-b-ereien
| Jojo's Blog - aufgezeichnete unorthodoxe Gedanken zu Leben, Glauben und Kirche | |
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Wie kann man das dreidimensionale Kreuz am besten darstellen? Beim Mittagsgebet in PeterundPaul fiel mir die leere Ecke der Kapelle auf: diese drei Linien, die gleichmässig auseinander bzw. aufeinanderzu laufen: Ganz Mensch werden heisst: alle drei Dimensionen möglichst voll zu leben versuchen: Geschöpf, Mitmensch, Geistwesen.
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Der griechische Dualismus kommt immer wieder in unser Denken. So auch in der Neujahrspredigt des Papstes. Der Geist gefangen im Fleisch. Der Mann als Vertreter des Geistes und die Frau als Vertreterin des Fleisches.
Jedes Mensch ist männlich und weiblich. Bei Weinreb fand ich die Etymologie: Jedes Mensch hat zwei Aufgaben: mahn-end an das, was nicht hier und sichtbar ist und weibeln für das Notwendige im Alltag. Es besteht immer wieder die Versuchung, diese zwei Aufgaben aufzuteilen: Du das - ich das, Mann das - Frau das. Und so spielt sich immer wieder eine leidige Aufgabenteilung ein. Aber wir alle sind beides und haben auch beides zu sein.
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etymologisch kommt das Wort "Klerus" aus dem Griechischen und bedeutet "Scherbe". Ganz frech kann man also "Klerus" übersetzen mit "Scherbenhaufen".
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Nach der Lektüre von "Sodom":
Ich habe einen neuen Begriff gelernt "Gaydar = Gay Radar". Während mir nahestehende Personen immer wieder schnell behaupten können (und sie haben Recht), "der oder der ist schwul, oder die oder die ist lesbisch", kommt mir nicht einmal eine solche Fragestellung in den Sinn. Geschweige denn, dass ich dies beurteilen könnte (ausser ganz offensichtlichen Übertreibungen).
Ich habe einen neuen Begriff gelernt "Gaydar = Gay Radar". Während mir nahestehende Personen immer wieder schnell behaupten können (und sie haben Recht), "der oder der ist schwul, oder die oder die ist lesbisch", kommt mir nicht einmal eine solche Fragestellung in den Sinn. Geschweige denn, dass ich dies beurteilen könnte (ausser ganz offensichtlichen Übertreibungen).
Von mir aus darf es auch Schwule und Lesben in der Kirche und dem Vatikan geben. Ich hoffe, dass das nicht das einzige Kriterium einer Berufung ist!
Was mich im Buch entsetzt ist das Falschspiel, die Doppelmoral (ich weiss nicht, wie ichs benennen soll) und die Frauenfeindlichkeit.
Was mich im Buch entsetzt ist das Falschspiel, die Doppelmoral (ich weiss nicht, wie ichs benennen soll) und die Frauenfeindlichkeit.
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Mir ist wieder mal der Ruf "Santo Subito" in den Sinn gekommen. Und ich wage die ketzerische Frage: Wieviele Wunder muss man posthum vollbringen, damit die eigenen Unterlassungen und Fehler gelöscht sind?
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Ein verrücktes Zeichen: Wenn Mutter Erde den Bach runter geht... Für mich das Missing link zwischen der Forderung nach Stimmrecht und Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche und dem Klimanotstand.
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Wir kämen viel weiter, wenn diejenigen, die Vorrrechte (Privilegien) haben, freiwillig darauf verzichten, siehe biblischer Philipperhymnus.
Eine bescheidenere Form davon könnte ein Delegieren sein: ein Priester beauftragt für eine Eucharistie z.B. eine Frau, der Eucharistie vorzustehen, oder das Evangelium zu lesen, oder auch in seiner Anwesenheit zu predigen. Was ja im Kleinen (bei den Kleinen) schon geschieht. Schritt für Schritt...
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Auch sinnlose Verbote sollte man (so lange als möglich) einhalten. Sie wecken und fördern die Kreativität, wie man sie umgehen kann. Vielleicht lassen sie sogar etwas ganz Neues und Wertvolles finden.
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Der gewaltlose Kampf von Gandhi ist mir sehr nahe. Ich will dem anderen nichts wegnehmen, sondern ich zeige, dass mir etwas genommen wird.
Gerade weil mir die Eucharistie und die Kommunion viel bedeutet, verzichte ich auf die Kommunion.
Wichtig ist aber, dass ich nicht am Platz bleibe, sondern zum kommunionspendenen Priester gehe und ihm sage:
Ich hungere nach/für die Gleichberechtigung in der Kirche.
So muss ich mich jedes mal outen. Löse aber auch jedes Mal etwas aus.
So muss ich mich jedes mal outen. Löse aber auch jedes Mal etwas aus.
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Paulus schreibt an die Gemeinde in Philippi. Dort gibt es pensionierte römische Offiziere mit vielen Vorrechten (Privilegien) und ihnen untergeordnete Sklaven ohne eigene Rechte. Und sie alle sind Christen geworden.
Paulus erinnert die Gemeinde an einen anscheinend bekannten und verbreiteten Hymnus, d.h. ein Lied, das immer wieder gesungen wurde.
Paulus erinnert die Gemeinde an einen anscheinend bekannten und verbreiteten Hymnus, d.h. ein Lied, das immer wieder gesungen wurde.
Er sagt, nehmt Euch doch Christus zum Vorbild, der wie es im Hymnus heisst, wie Gott war, aber auf dieses Vorrecht verzichtete, Mensch wurde, Sklave wurde, wie ein Verbrecher umgebracht wurde, damit alle, auch die Nichtprivilegierten mit ihm in Gott eins werden.
Deshalb müssen alle, lebendig oder tot, bekennen: Jesus Christus ist der Herr!
Deshalb müssen alle, lebendig oder tot, bekennen: Jesus Christus ist der Herr!
Was wäre, wenn alle nach ihren Fähigkeiten auf ihre Vorrechte verzichten würden: z.B.
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Das alte Gebet am Ende der Gabenbereitung ist ja eigentlich eine Beauftragung durch die feiernde Gemeinde. Man sollte sich also gut überlegen, wen man beaufträgt und notfalls keine Beauftragung erteilen.