Wortklau-b-ereien
| Jojo's Blog - aufgezeichnete unorthodoxe Gedanken zu Leben, Glauben und Kirche | |
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in einer Abtei in Frankreich habe ich das folgende Kapitell gefunden:

Es beschreibt einen Mönch, der im Versteckten (möglichst ungesehen von den anderen) hinter einer Säule etwas verzehrt. Ich finde dies eine vollkommene Darstellung der Gourmandise, einer Hauptsünde. Und manchmal erinnert mich diese Darstellung auch an den Priester, der allein vorne am Altar vor allen (abgesondert) Brot und Wein kommuniziert!
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Evcharisto - ich danke. Einige wissen, dass ich eucharistisch faste, d.h. aus Hunger nach Gleichberechtigung in der Kirche, gehe ich bei der Kommunion nach vorne und erkläre dort dem Priester, dass ich für Gleichberechtigung in der Kirche faste. Das kostet mich viel Überwindung. Ich muss mich auch immer wieder neu fragen, ob das stimmt. Zum Glück gibt es Momente, die stimmen so, dass ich nicht fasten muss. So war z.B. heute in der Roratefeier in Erlinsbach eigentlich eine Eucharistiefeier vorgesehen, zum Glück aber musste der diensthabende Priester aus persönlichen Gründen nach Indien. So leitete die Pastoralraumverantwortliche die Wort- und Kommunionfeier. Ich ging hin und sagte nun schon zum zweiten Mal anstelle des üblichen "Amen" das griechische "evcharisto". Und es stimmt: es wird den sogenannten Laien (Frauen, Männern und Kindern die Feier der Eucharistiehandlung verboten, dabei heisst Eucharistie einfach "ich danke".
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Wir trafen uns mit Jungen Erwachsenen zu einem Taizé-Nachtreffen. Wir assen miteinander zu Nacht und wir Leitenden dachten, dass wir nachher noch in die Kirche gehen und einige Taizé-Lieder singen könnten. Wie gross war unser Erstaunen, als sich die Jugendlichen im Essraum im Pfarreiheim auf den Boden setzten und mit den Taizéliedern anfingen. Es war viel stimmiger!
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Als ich mit einem Schulkollegen 1972 mehr oder weniger per Zufall in Taizé vorbeikam, erlebte ich es als (heilsamen) Schock, dass es in dieser Kirche keine Bänke gab und man auf dem Boden sitzen musste. Schnell wandelte sich dies. Seither überlege ich mir in jeder Kirche, wie man wohl die Bänke herausnehmen könnte.
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Der Papst ist jetzt nach Kanada gereist. Er möchte sich und seine Kirche für die an den Indigenen begangenen Verbrechen entschuldigen.
Unser Primarlehrer hat uns aufgezeigt, was das Wort sagt: sich von der Schuld befreien, mit anderen Worten: sagen, dass man ohne Schuld ist, also nichts dafür kann. Man kann allenfalls um Ent-schuldigung bitten bei der Person, bei der ich Schuld oder Schulden habe. Das kann diese Person vielleicht, wenn sie merkt, dass es dem Täter leid tut, ihm weh tut, weil er Einsicht hat in das Unrecht, das er gemacht hat. Es ist so leicht "sich zu ent-schuldigen".
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Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine ist immer wieder vom Westen ... die Rede. Wenn man das logisch weiterdenkt, wo denn der Westen ist, dann merkst Du, dass für die Sprecher die Erde eine Scheibe und sicher nicht rund ist!
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Viren dringen in Zellen ein und bringen sie dazu, dass sich die Zellen nicht mehr vermehren, sondern im Auftrag des Virus den Virus vermehren. d.h. die Zelle kann nicht mehr zeugen, sie wird durch den Virus über-zeugt!
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Ist mir vor kurzem bei einem Tanz wieder in den Sinn gekommen. Mein früherer Wahlspruch, der aber immer noch stimmt: "Ich bin ein Wirr-bel im Strom der göttlichen Liebe"
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In der Bibel finden sich zwei verschiedene Begriffe, die mit "Priester" übersetzt werden: "Hieros" und "Presbyteros". "Hieros" ist der Priester im ersten Testament, der in den Schriften des zweiten Testaments mehr mit "Heilig" übersetzt wird. Der im zweiten Testament verwendete Ausdruck "Presbyteros" ist wörtlich "der Älteste". Geweiht sind alle Christinnen und Christen. Dazu sind alle gesalbt. Die jeweils ältesten Männer oder Frauen übernehmen eine spezielle Aufgabe.
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Im Zusammenhang mit Recherchen rund um den Begriff Quarantäne (40 Tage) stiess ich darauf, dass Maria Lichtmess 40 Tage nach Weihnachten ist. Wenn eine Frau ein Kind gebärt ist sie nach jüdischem Gesetz 40 Tage lang unrein und muss nachher für rein erklärt werden. Also war auch Maria nach jüdischem Recht unrein. Wenn Jesus ein Mädchen gewesen wäre, hätte die Quarantäne nach der jüdischen Tradition zweimal 40 Tage gedauert.
Bis jetzt dachte ich, dass die 40 Tage nach der Geburt eine Art Schonzeit für die Frau sei.
Aber es hat wohl eher mit dem abgrundtief verwurzelten männlichen Denken zu tun, dass alles, was mit Blut und Schleim in Verbindung steht unrein ist.
Das ist meines Erachtens interessant im Zusammenhang, weshalb Frauen in der römisch-katholischen Kirche ihr Priesteramt nicht ausüben dürfen!
Meine Tanzfrauen haben mir erzählt, dass sie auch in der christlichen Tradition sich nach 40 Tagen aussegnen lassen mussten.